Dienstag, 27. Mai 2014

Ungenutzte Zeit

Wenn ich mit dem Bus oder mit der Bahn fahre, sehe ich dort häufig Eltern mit ihren Kindern. Und ich kann dann oft nicht anders als ein bisschen zu beobachten, wie diese Eltern mit ihren Kindern umgehen. Leider sehe ich immer häufiger, wie sich besagte Eltern intensiver mit ihren Smartphones als mit ihren eigenen Kindern beschäftigen. Was kann es wertvolleres und wichtigeres als die eigenen Kinder zu geben? Die Zug-/Busfahrt könnte man so wunderbar nutzen um gemeinsam mit seinem Kind die Umgebung zu entdecken oder zu spielen (zum Beispiel: wer entdeckt mehr rote Autos? Welcher Fahrgast steigt als nächstes aus?). Nein, stattdessen werden Nachrichten geschrieben, Online-Angebote gecheckt oder Facebook Neuigkeiten. Traurig!

Donnerstag, 22. Mai 2014

Wie man das Herz eines Kindes erobern kann

Natürlich ist jedes Kind einzigartig und individuell, aber ich glaube mit kleinen Handlungen kann man das Große vollbringen und einen Platz im Herzen eines Kindes finden.

1. Höre ihm zu.
2. Achte seine Grenzen.
3. Gib ihm Zeit sich zu öffnen, signalisiere ihm dabei, dass du immer bereit für das Kind, seine Gefühle, seine Gedanken, Träume und Wünsche bist.
4. Freue dich über seine Geschenke (Bilder, Gebasteltes, gefundene Steine usw.)
5. Gehe und staune mit ihm, wenn es dir etwas zeigen möchte.
6. Erzähle ihm auch von deinen Träumen, Wünschen und Enttäuschungen, von dem, was dich beschäftigt. So fühlt es sich ebenbürtig und ernst genommen. Für dich bedeutsam.
7. Nutze sein ganz persönliches Expertenwissen, zeige ihm deine persönlichen Schwächen und bitte es dabei um Hilfe.
Und 8.: sei auch einfach mal selbst wieder Kind: denke dir zusammen mit ihm Geschichten und Witze aus, ziehe gemeinsam mit ihm Grimassen, buddelt euch gegenseitig eure Beine im Sand ein, kitzelt euch gegenseitig durch oder legt euch zusammen in die Nestschaukel, betrachtet den Himmel und lasst eure Seelen baumeln

Mittwoch, 14. Mai 2014

Warum ich Erzieherin bin - und das auch außerhalb der Einrichtung

Warum bin ich Erzieherin geworden?
1. Weil ich meinen Beruf nicht wegen des Gehaltes ausüben möchte.
2. Weil ich Kindern einen guten Start in das ("Bildungs"-) Leben ermöglichen möchte und in der frühen Kindheit die Grundbausteine dafür gelegt werden.
3. Weil ich allen Kindern, aber besonders denen aus schwierigen Familienverhältnissen, bedingunglose Achtung und Wertschätzung entgegen bringen und ihnen Gemeinschaft und Geborgenheit schenken möchte.
4. Weil ich mit Kindern die Welt, mich und sie selbst immer wieder neu entdecken und bestaunen möchte.
5. Weil Kinder die Zukunft unserer Gesellschaft und unseres Planeten sind und ich mir wünsche, dass sie es später besser machen als wir im Moment.
5. Weil ich von Kindern lernen möchte mich grade die kleinen Dinge des Lebens zu erfreuen.
6. Weil jedes Kind ein eigenes Wunder ist und ich gerne Umgang mit Kindern habe.

Aber Erzieherin bin ich nicht nur in der Einrichtung. Als Erzieherin bin ich ein Vorbild für Kinder und zum Teil auch für Eltern. Und dieses Vorbild möchte ich auch in meiner Freizeit sein. Hier einige Beispiele: ich wünsche Kassieren beim Einkaufen und Busfahrern beim Einsteigen einen guten Tag. Ich halte anderen die Tür auf. Lasse Leute an der Kasse vor, wenn sie weniger Ware als ich habe. Ich trage beim Fahrradfahren immer einen Helm, wenn ich nicht alleine bin, gehe ich nicht über rote Ampeln.
Erzieherin ist für mich mehr als nur ein Beruf. Für mich ist es eine Lebenshaltung!

Die heimliche Macht des Nachnamens

Wer kennt das nicht: wenn man als Erzieherin besonders energisch zu einem Kind spricht, benutzt man häufig den Vor- und Nachnamen: "Max Mustermann, dieses Wort möchte ich nicht noch mal hören!" oder "Marie Müller, isst jetzt bitte dein Butterbrot auf!'". Und wundersamer Weise funktioniert das meistens bestens: die gewünschte Wirkung tritt ein. Und auch wenn wir selbst mit Vor- und Nachnamen angesprochen werden, nehmen wir das oft ernster als wenn nur der Vorname genannt wird. Aber warum ist das eigentlich so? Vielleicht deshalb, weil damit zu 99,99%er Wahrscheinlich wirklich ich gemeint bin. Und ich nicht so tun kann, als wäre ich gar nicht gemeint, denn wie wahrscheinlich ist es, dass sich in einer überschaubaren Menge von Menschen mehrere Personen mit dem gleichen Vor- UND Nachnamen befinden?

Kinderweisheit #1

Gespräch unserer Vorschulkinder; Thema Heiraten

Kind 1: "Also beim Heiraten darf der Mann nicht kleiner sein als die Frau"
Kind 2: "Doch, es kommt nur auf das Alter an. Wenn die Frau älter ist als der Mann, dann können die nicht heiraten"
Kind 3: "aber eigentlich kommt es doch beim Heiraten nur auf die Liebe an!"

Ich musste ziemlich schmunzeln bei dem Gespräch, war aber am Ende auch echt gerührt

Donnerstag, 1. Mai 2014

Worum geht es in diesem Blog?

Das ist jetzt mein zweiter Blog und er unterscheidet sich von dem ersten dadurch, dass der erste überwiegend von meinem Privatleben handelt. In diesem zweiten Blog möchte ich von den Dingen erzählen, die meinen Beruf als Erzieherin betreffen und die ich im Berufsalltag (manchmal auch Berufswahnsinn) erlebe. Natürlich kann man Privatleben und Berufsleben nicht immer trennen (auch, wenn einem das ständig geraten wird), trotzdem werden es in diesem Blog immer Blogbeiträge sein, die (manchmal auch nur im entferntesten Sinne) mit meinem Beruf als Erzieherin zu tun haben. Der erste "richtige" Post wird die nächsten Tage folgen :)