Mittwoch, 14. Mai 2014

Die heimliche Macht des Nachnamens

Wer kennt das nicht: wenn man als Erzieherin besonders energisch zu einem Kind spricht, benutzt man häufig den Vor- und Nachnamen: "Max Mustermann, dieses Wort möchte ich nicht noch mal hören!" oder "Marie Müller, isst jetzt bitte dein Butterbrot auf!'". Und wundersamer Weise funktioniert das meistens bestens: die gewünschte Wirkung tritt ein. Und auch wenn wir selbst mit Vor- und Nachnamen angesprochen werden, nehmen wir das oft ernster als wenn nur der Vorname genannt wird. Aber warum ist das eigentlich so? Vielleicht deshalb, weil damit zu 99,99%er Wahrscheinlich wirklich ich gemeint bin. Und ich nicht so tun kann, als wäre ich gar nicht gemeint, denn wie wahrscheinlich ist es, dass sich in einer überschaubaren Menge von Menschen mehrere Personen mit dem gleichen Vor- UND Nachnamen befinden?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen